Roadwolf: Bloß nicht hudeln!

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Roadwolf: Bloß nicht hudeln!

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Treffen sich vier Österreicher und eine Bayerin im Skype-Chatroom und reden über Heavy Metal. Kein grobschlächtig pointierter Witz, sondern das Setting eines durchaus mundartlich geprägten Interviews zwischen CLASSIC ROCK und der Band Roadwolf.

Letztere hat sich mit Haut und langen Mähnen dem klassischen Metal verschrieben und erst kürzlich ihr Debütalbum UNCHAIN THE WOLF veröffentlicht, obwohl es die Truppe eigentlich schon seit vielen Jahren gibt. Begründet liegt dieses lange Warten auf den Erstling vor allem in den ambitionierten Zielen der ehrgeizigen Männer mit dem liebenswürdigen Dialekt sowie in deren zeitintensiven Bühnenverpflichtungen. „Uns gibt es schon seit Ewigkeiten, aber wir waren immer eine Liveband
und haben nie etwas aufgenommen, weil wir ständig spielen mussten. Außerdem gab es bis auf Bass und Schlagzeug über die Jahre viele Besetzungswechsel, bis wir endlich 2016 zu unserem aktuellen Line-up gefunden haben, das sich für uns nach einer albumreifen Besetzung angefühlt hat“, so Drummer Mano, Bassist Aigy, Sänger Franky und Gitarrist Vali einhellig.

„Klar hat das jetzt lange gedauert, aber wir nehmen die Musik eben ernst. Das ist unser erstes Album, ein wichtiges Statement. Da wollten wir das bestmögliche Produkt abliefern. Wir hatten genaue Vorstellungen davon, wie es klingen sollte und haben da auch große Mühen auf uns genommen, um unseren inneren Fan zufriedenzustellen. Deswegen haben wir das Album sogar mehrmals abmischen lassen, bis es für uns zu 100 % gestimmt hat. Zudem haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie das Paket aussehen soll, das wir außen herum schnüren, wie wir wahrgenommen werden wollen. Da ist schon viel Hirnschmalz, Leidenschaft und Liebe hineingeflossen. All das schenkt einem ja keiner, das
kostet Geld. Rückblickend war es am Ende ein Vorteil, dass viele der Songs auf dem Album jahrelang reifen und gären konnten. An diesem Prozess war auch unser Produzent Gregor Streng – der Name ist Programm – maßgeblich beteiligt“, erzählt Sänger Franky, worauf Drummer Mano lachend anmerkt:
„Man könnte auch sagen, es war dann eh schon wurscht, wie lange es noch dauert. Zum Schluss raushudeln, das wollten wir nicht“.

Der Aufwand hat sich allem Anschein nach gelohnt, wenn man sich die vor Elan überbordenden Reviews aus zahlreichen Expertenblättern durchliest. Roadwolf treffen mit ihrem deutlich von Bands wie Judas
Priest inspiriertem und fachkundig umgesetzten oldschool Metal direkt ins Herz zahlreicher Fans und Hörer. „Das ist natürlich toll, wenn man die Meinungen von außen zu hören bekommt und merkt, dass die Leute einen offensichtlich verstehen. Das ist Balsam für die Seele, keine Frage.“

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